Fortbildung Maschinenunfälle

„Person in Maschine eingeklemmt“ steht auf dem Pager. Vor Ort stellt sich heraus, dass der Mitarbeiter einer Bäckerei mit der Hand in einem industriellen Rührgerät eingeklemmt ist. Mit technischem Gerät der Feuerwehr wird der Bäcker in Zusammenarbeit und Absprache mit dem Rettungsdienst sowie dem Notarzt aus der Maschine befreit. Handwerkliches Geschick und die Auswahl des richtigen Gerätes ist für den Einsatzerfolg entscheidend. Ein Szenario, das einen klassischen Maschinenunfall beschreibt. Der Begriff Maschinenunfall steht dabei für bestimmte Unfälle zu welchem unter anderem Pfählungen, Einklemmungen, festsitzende Ringe und vieles mehr gehören.

Um für so ein kniffliges Einsatzszenario gewappnet zu sein, fand im Oktober eine Fortbildung für die Einsatzabteilung statt. Zu Gast bei uns war ein Ausbilder von Heavy Rescue Germany, einem Anbieter der sich auf den Bereich der technischen Hilfeleistungen spezialisiert hat.

Nach einem kurzweiligen theoretischen Teil, bei dem die Grundlagen für Maschinenunfälle angesprochen wurden, ging es auch schon in die Praxis. Hier stand das Herantasten an das Thema Maschinenunfälle auf dem Programm. Es wurden unter anderem Vor- und Nachteile sowie Einsatzbereiche von verschiedensten Trenn- und Schneidewerkzeugen, wie z.B. des Trennschleifers, der oszillierenden Säge, des Multitools (umgangssprachlich Multidremel), der hydraulischen Rettungsschere, aber auch einfachstem Handwerkszeug besprochen. Im Anschluss wurde das Entfernen von Ringen und Gewindemuttern geübt welche auf einem Dummy steckten. Hier zeigten sich die vorher angesprochen Vor- und Nachteile der Werkzeuge wie z.B. Wärmeentwicklung, Funkenflug und Vibrationen.

 

 

Die Kosten für diese Schulung und die Verpflegung der Teilnehmer wurde durch die Fördermittel des Vereins Freiwillige Feuerwehr Kelkheim-Münster e.V. getragen.

 

IMG 20201017 160621  01-scaled