Vom 31.08 bis zum 05.09.2009, also fast eine Woche, waren Helfer von Feuerwehr, THW und Rettungsdienst in zwei Schichten auf dem Flugplatz Drewitz an der polnischen Grenze im Einsatz, um in zwei Katastrophenschutzzügen für den Ernstfall zu üben.

Zunächst mussten die Helfer die fast 600 Kilometer lange Anreise in Löschfahrzeugen und Mannschaftswagen bewälten. Nach der Anreise wurde ein Fragebogen ausgefüllt, bei dem die Teilnehmer Angaben zur Ihrer aktuellen Leistungsfähigkeit und den Belastungen durch die Anreise machen mussten. Ziel war es hierbei, für die Zukunft Erkenntnisse über die Einsatzbereitschaft der Kräfte bei überörtlichen Einsätzen mit langen Anmarschwegen zu gewinnen.

An den zwei folgenden Tagen musste zahlreiche Einsatzszenarien abgearbeitet werden. Zunächst wurde ein Atemschutzeinsatz in einer Fabrik simuliert, bei der ein Gasaustritt stattgefunden hatte. Die Atemschutztrupps hatten hierbei die Aufgabe, das Gebäude nach vermissten Personen abzusuchen sowie den Gasaustritt zu lokalisieren und zu stoppen. Eine vermisste Person wurde in einem Schacht gefunden und musste in Zusammenarbeit mit dem THW Hofheim aus dem Schacht befreit werden.

Ein weiterer Einsatzschwerpunkt bildete ein Gebäude, bei dem nach einem Erdbeben ein Teileinsturz angenommen wurde. An diesem Objekt mussten sich Trupps mühsam mit schwerem Gerät durch zahlreiche Wände und Decken vorarbeiten, um nach verschütteten Personen zu suchen und aus dem Gebäude zu befreien.

In einem ehemaligen Flugzeughangar wurde eine Verkehrsunfall in einem Tunnel simuliert. Neben der Befreiung der Verletzten aus dem Fahrzeug musste die Einsatzstelle abgesichert und ausgeleuchtet werden. Besonders wichtig war hierbei neben der patientenschonenden Rettung aber auch die Zusammenarbeit mit dem Notarzt und dem Rettungsdienst.

Nach zwei arbeitsreichen Tagen war schließlich am letzten Tag jeder Schicht erneut die Rückreise zu bewältigen. Trotz der Anstrengungen waren sich die Teilnehmer einig, dass sich der Aufwand gelohnt hat, denn nur selten gibt es am Standort die Möglichkeit, derart intensiv auch mit anderen Fachdiensten zu üben.